5 Fakten zu den Black Eyed Peas, die ihr so noch nicht kanntet

5 Fakten zu den Black Eyed Peas, die ihr so noch nicht kanntet

1. Einfach überirdisch

Galaktisch gut: Bandmitglied will.i.am komponierte einen wahrhaft überirdischen Song. Der Titel – „Reach for the Stars“ (Greife nach den Sternen) – ist kein abgedroschener Motivationsspruch, sondern war tatsächlich Programm: Dank modernster Datenübertragung jagte der Track 2012 einmal quer durchs All. Denn Marsroboter "Curiosity" schickte den Song vom Roten Planeten direkt in die Einsatzzentrale im kalifornischen Pasadena – und von dort auf die Internetseite der NASA. Mit der Aktion wollte die NASA junge Leute für die Raumfahrt begeistern. Und will. i.am? Der nannte das Gefühl bei der Übertragung „irreal“ – und kann nicht ausschließen, dass er nun auch Fans auf dem Mars hat.

2. Politik statt Party

The Black Eyed Peas eine politische Band? Mal ehrlich, darauf würden wir bei Lyrics wie „my humps, my humps, my humps“ nicht unbedingt kommen. Doch es stimmt: Schon für Barack Obama schrieben sie den Song, „Yes We Can“, von dem will.I.am in Interviews behauptet, er hätte zu Obamas Wahlsieg 2008 beigetragen. Auch die Anfänge der Band – Rap und deepe Lyrics – waren dezidiert politisch. Das zeigt schon der ursprüngliche Bandname der Combo: Atban Klann (A Tribe Beyond A Nation), der auf die multikulturellen Wurzeln der Bandmitglieder anspielt. Der Durchbruch mit „Where ist the Love?“ und der Eintritt von Fergie markierte die Wende. Von Rap zu Pop, von tiefgründigen Texten zu eingängigen Melodien. Dieses Rezept perfektionierte die Band bis zu ihrem letzten Album „The Beginning“ (2010) mit Nummer-1-Hits wie dem Dirty-Dancing-Remake „The Time (Dirty Bit)“. Damit ist jetzt erstmal Schluss: Das neue Album „Masters of the Sun Vol. 1“ (erscheint am 26. Oktober) ist die Rückkehr zu den musikalischen Anfängen. Ohne Fergie, die Anfang 2018 die Band verließ, und Bum-Bum-Bass. Dafür mit jeder Menge politscher Statements: Rap und Pop meets Politik. Themen wie Gun Control, Flucht und Rassismus stehen im Zentrum des ersten Albums seit acht (!) Jahren.

3. Explicit Content

„Our leaders are embarrassing

I think they need some parenting

Tell me why they playing with the fire and the kerosene?”,

rappt will.i.am in der Vorab-Auskopplung „Big Love“. So viel ist klar: Für den amtierenden US-Präsidenten gibt es von den BEP keine Rückendeckung. Doch nicht nur die Lyrics sprechen eine klare Sprache, auch das knapp zehnminütige Video zur Single: „WARNING. What you are about to see is hard to watch”, heißt es im Vorspann. Nur so viel: Es stimmt. Auf brutal-berührende Weise inszeniert, handelt es von Gun Control und Flucht. Schaut es euch an! Einen prominenten Fan hat es schon:

4. Say My Name - aber bitte richtig!

Jetzt gibt es Klugscheißerwissen zum Angeben auf der nächsten Party. Vigna unguiculata – das ist der richtige Name der die Black Eyed Peas, wenn man es ganz genau nimmt. Warum? Black Eyed Peas heißt auf Deutsch Schwarzaugenbohnen. Diese wiederum sind Nutzpflanzen aus der Familie der Hülsenfrüchte. Und ihr lateinischer Name lautet eben Vigna ungi…unga..un.. IRGENDWAS (okay okay, es ist auch uns zu kompliziert)!

Einfacher sind die Charakteristika der Pflanzensamen: Sie sind glatt oder runzelig, die Farbe variiert zwischen weiß, cremefarben, grün, rot, braun oder schwarz. Dadurch, dass der weiße Nabel des Samens schwarz umrandet ist, scheint es, als hätten sie Augen: Black Eyed Peas eben.

Übrigens: In den South-States kommt an Neujahr das Traditionsgericht Hoppin' John auf den Tisch. Es besteht aus Zwiebeln, Knoblauch, Tomatensauce und – tada – Schwarzaugenbohnen. Die Hülsenfrüchte, so glauben die Südstaatler, bringen Glück. Wir können da nur zustimmen: Black Eyed Peas machen happy.

5. Beats UND Business: Tech-Visionäre

Die Bandmitglieder will.i.am, apl.de.ap und Taboo sind längst mehr als Musiker: Produzenten, Modeschöpfer, Solokünstler. Jaja, schon klar, kein Musiker ohne Modemarke – wo sind die News?

Es ist eine Sache, welche die BEP – konkret: Leadsänger will.i.am – von anderen Stars unterscheidet: Sein visionäres Investment in technischen Fortschritt. Er investierte schon in den E-Auto-Hersteller Tesla, als die meisten noch dachten, Elon Musk ist eines der drei Musketiere. Doch das reichte ihm nicht. Für sein eigenes KI-Startup „i.am+“ sammelte er 177 Millionen Dollar und entwickelte eine künstliche Intelligenz namens „Omega“. Ziel: Durch eine möglichst natürliche Sprachausgabe soll sich das KI-Tool nicht wie ein Roboter anhören. Eingesetzt wird Omega übrigens im Bereich Kundenservice. Einer der ersten deutschen Kunden von i.am+? Die Deutsche Telekom. Kein Scherz.

Black Eyed Peas bei den Telekom Street Gigs