5 Fakten zu Rock am Ring, die ihr so noch nicht kanntet

5 Fakten zu Rock am Ring, die ihr so noch nicht kanntet

Legendäre Auftritte, fantastische Besucher und Camping-Atmo at its best: Das alles ist Rock am Ring. Der Festival-Dauerbrenner hat aber auch Kuriositäten und Chaos-Gigs zu bieten. Hier sind fünf Fakten über das Festival, die garantiert nicht jeder kennt.

1. Ungeplanter Wiederholungstäter

Als Rock am Ring im Jahr 1985 Premiere feiert, sind viele der heutigen Besucher noch nicht einmal geboren. Große Namen wie U2 und Joe Cocker locken die Massen erstmals zum Nürburgring in die Eifel. Der Eintritt damals? 49 D-Mark. Fun Fact: Eine Preiserhöhung für die kommenden Jahre war nicht geplant – denn eine Wiederholung des Festivals sollte es ursprünglich gar nicht geben. Dank restlos begeisterter Fans bei Ausgabe eins überlegten es sich die Veranstalter anders. So kommt das Event aktuell auf 34 Jahre Festivalgeschichte. Kleiner Makel in der ungeplanten Erfolgsserie: In den Jahren 1989 und 1990 fand RaR nicht statt. Grund: Zu wenige Besucher in der Ausgabe von 1988, damals kamen rund 30.000 zum Nürburgring. Dafür gab es im Jahr 2013 einen Rekord mit etwa 87.000 Zuschauern.

2. DIE Band mit RaR-Spektakelgarantie

Erst die Bretter, die die Welt bedeuten, dann der Boden der Tatsachen: Unter diesem Motto steht der RaR-Auftritt der Toten Hosen im Jahr 2000. Sänger Campino stürzt von der Bühne und reißt sich das Kreuzband. Dabei gab es schon einmal eine viel waghalsigere Aktion des Frontsängers: 1996 klettert er ungesichert auf das Bühnendach und tat es dem U2-Sänger Bono gleich, der bei der Erstausgabe 1985 auch aus luftigen Höhen sang. Passiert ist beide Male zum Glück nichts.

Apropos Kreuzbandriss: Verletzungen auf der RaR-Bühne haben für die Hosen fast schon Tradition. Ihren Auftritt bei der 2008er-Ausgabe halten sie auf einer Live-DVD fest. Der Titel: „Die Toten Hosen – Hals und Beinbruch: Live bei Rock am Ring 2008“. Hintergrund: Campino geht tatsächlich mit gebrochenem Bein auf die Bühne, den Bruch hatte er sich aber bereits vorher zugezogen.

Damit nicht genug der denkwürdigen RaR-Gigs der Hosen, die schon acht Mal zum Nürburgring kamen. Ein besonderes Goodie gibt es 2004. Neben dem offiziellen Auftritt als Headliner am Sonntag spielen sie am Vorabend ein Spontan-Konzert auf dem Festival-Parkplatz. Und auch der Auftritt von 2012 steht unter besonderem Vorzeichen. Die Hosen feiern 30-Jahre Bühnenjubiläum. Um eine Wette zu gewinnen, surft Campino mit einem Dosenbier in die Mitte der Festival-Crowd.

3. Zappenduster

Als ob der Songtitel das Unglück herbeigeschrien hätte: 1997 schlägt ausgerechnet bei Chris Reas „Road to Hell“ ein Blitz in die Hauptbühne ein und legt die gesamte Stromversorgung am Nürburgring lahm. Zum Glück halten die Notstromaggregate, was sie versprechen: Kurze Zeit später gibt es wieder Strom am Ring. Petrus zeigt sich davon aber nicht beeindruckt, heftige Regenfälle setzen Bühnen- und Festivalgelände unter Wasser. Und die Zuschauer? Zucken mit Gummistiefeln und Regencapes ausgestattet mit den Schultern: Auch der Regen ist Dauergast im Line-up des Festivals.

4. Die wirklichen Stars

…sind bei RaR die Festival-Besucher: friedlich, bunt kostümiert und natürlich bester Laune. Auch in unübersichtlichen Situationen behalten sie einen kühlen Kopf. 2017 wird das Festival unterbrochen. Am Freitagabend steht der Auftritt von Rammstein an – eigentlich. Stattdessen betritt Festivalveranstalter Marek Lieberberg die Bühne, er verkündet den Abbruch des Musikprogramms. Der Grund: akute Terrorgefahr, die sich glücklicherweise später als Vorsichtsmaßnahme herausstellt. Das Publikum verhält sich vorbildlich, keine Buh-Rufe oder Pfiffe. Alle verlassen ruhig das Bühnengelände. Das Festival kann am Folgetag fortgesetzt werden.

Besonders schön gewürdigt hat das legendäre RaR-Publikum übrigens Green-Day-Sänger Billie Joe Armstrong. Zum 20-jährigen Jubiläum 2005 stellt er eine Band aus dem Publikum zusammen, die auf der Bühne spielen durfte.

5. Rap am Ring

Neben internationalen Rock- und Metalgrößen stehen am Ring auch Musiker anderer Genres auf der Bühne. Im vergangenen Jahr nahm ein Instagram-User Anstoß daran, dass Rapper Casper im Freitags-Line-up an zweiter Stelle, noch vor Marilyn Manson, gelistet wurde: „Echt traurig, dass unsere geliebten Rocker und Metaller sich die Bühne mit denen teilen müssen.“ Die Reaktion von Rapper Casper war so genial wie kreativ: Für seinen RaR-Auftritt designte er ein exklusives Fanshirt: Hinten der Festival-Schriftzug, nebst Datum und seinem Namen. Und vorne? Der Hater-Kommentar aus dem Netz, Nutzernamen unkenntlich gemacht. Applaus für so viel Selbstironie.

Die Rock am Ring 2019 Konzerte noch einmal erleben