Big Wild
 
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Big Wild

Wer den ursprünglich aus dem ländlichen Massachusetts stammenden und nach einigen Jahren in Kalifornien nun in Portland residierenden Musiker und Produzenten Big Wild mangels besseren Wissens einfach so in die große Schublade der vielen jungen EDM- und Technoproduzenten einsortiert, die dank der sozialen Medien von einem einsamen Nobody vor seinem Computer in Handumdrehen zu einer Weltkarriere mit Superstar-Format abhoben, der irrt gewaltig. Zwar schraubt und lötet auch Jason Stell, das kreative Mastermind hinter Big Wild, seine Soundkollagen vorzugsweise am Computer zusammen, aber mit dem betont radiofreundlichen Dance-Pop von EDM-Kollegen wie Felix Jaehn oder Robin Schulz haben seine eklektischen und stets äußerst bezugsoffenen Elektronik-Kompositionen jenseits aller Genrekategorisierung kaum etwas gemein. Außer vielleicht, dass auch Big Wild letztlich nur eine Hand voll selbst produzierter Tracks benötigte, um via Soundcloud und YouTube weltweit manchmal Tausende neue Fans pro Woche einzusammeln. Dabei sei alles bis hierhin, sagt er, nichts weiter gewesen als Vorspiel und Vorbereitung auf die wahren Großtaten, die erst noch kämen, wenn er seine „Studentenjahre“ als beendet betrachte. Derweil kann man die enorme künstlerische Progression von Big Wild mit bald jedem neu veröffentlichten Track unmittelbar nachzeichnen – und aus diesen extremen Entwicklungen schließen, dass sich Big Wild tatsächlich noch im Vorstadium zu einer klar erkennbaren künstlerischen Handschrift befindet – und auf dem Weg dorthin keine Scheu zeigt, auch ungewöhnliche oder sogar abstrakte Abzweigungen voller Neugier zu erkunden und in seiner flirrenden elektronischen Klangästhetik auszuprobieren.