05.01.2022

Diese Jazz-Hits gehen ins Ohr

Mit seinen wilden, improvisierten Tonfolgen wirkt Jazz für viele ungezähmt, vielschichtig, fantasievoll und reißt seine Zuhörer mit. Das Genre wurde um 1900 in den Südstaaten der USA geboren und hat bis heute viele verschiedene Styles entwickelt. Die Bandbreite reicht von karibisch angehauchten Sounds bis hin zu Fusionen mit Soul sowie Elektro-Beats. Wir tauchen mit euch gemeinsam in die grenzenlose Jazz-Welt ein und stellen euch fünf Altmeister mit ihren größten Hits vor!

„St. Thomas“ von Sonny Rollins

Der vielfach ausgezeichnete New Yorker Tenorsaxophonist steht vor allem für Modern Jazz. Bei einer seiner bedeutendsten Aufnahmen „St. Thomas“ ließ er den afro-karibischen Calypso-Sound einfließen – so schafft er es, uns mit jedem Ton den Flair der gleichnamigen Heimatinsel seiner Mutter spüren zu lassen. Sein Song ist inspiriert von einer Melodie seiner Kindheit und lässt uns weiße Sandstrände und türkisfarbenes Meer förmlich spüren. „St. Thomas“ wurde zu einem sogenannten Standard, den Jazz-Musiker bei ihren Jam-Sessions aufgreifen und neuinterpretieren. Rollins selbst hat 12 Versionen davon auf Platte rausgebracht.

„Groovin’ high“ von Dizzy Gillespie

Wer den Bebop-Sound kennenlernen will, sollte hier reinhören: Dizzy Gillespie zählt wohl zu den bekannten Jazz-Musikern überhaupt und zu den Wegbereitern des Bebops. Die Musikrichtung begründete den Modern Jazz. „Groovin’ High“ ist ein Standard und zählt zu Gillespies bekanntesten Stücken – obwohl es zunächst nicht gut bei den Zuhörern ankam. Sie fanden ihn nicht besonders eingängig und eher komisch. Der Trompeter, Komponist, Sänger, Bandleader und Arrangeur Gillespie wurde sogar von Jazz-Titan Miles Davis als Einfluss genannt.

„Bacalao con pan“ von Irakere

Kubanischer Jazz und Chucho Valdés gehören einfach zusammen. Der Pianist und Komponist war schon mit 16 Bandleader. Mit seiner Gruppe Irakere landete der damals 33-Jährige 1974 schließlich seinen ersten großen Hit. „Bacalao con Pan“ bedeutet übersetzt „Kabeljau mit Brot“ und greift den kubanischen Sound auf. 1980 gab es für eine Liveaufnahme den Grammy in der Kategorie Latin. Für ihren Style aus afro-kubanischem Folk mit Jazz-, Rock- und sogar Disco-Einflüssen wird Irakere in der Jazz-Welt geschätzt.

„Georgia on my mind“ von Ray Charles

Zwar wird der US-Amerikaner auch als Hohepriester des Souls bezeichnet, doch auch Jazz prägte seinen Musikstil. So ist es nicht verwunderlich, dass der talentierte Pianist und Sänger u. a. Mitglied der Jazz Hall of Fame ist. Seine Neuinterpretation des 1930er- Standards „Georgia on my mind“ verkaufte sich über eine Million Mal und wurde 1961 mit zwei Grammys belohnt. Der Rolling Stone wählte den Hit sogar auf Platz 44 der 500 besten Songs aller Zeiten!

„I left my heart in San Francisco” von Tony Bennett

Manche kennen ihn vielleicht als Lady Gagas Duettpartner – doch der New Yorker zählt auch solo zu den ganz großen Stars. Bennett ist nicht nur Jazz-Sänger, sondern auch Entertainer. Er verkaufte über 50 Millionen Tonträger. Eins seiner Stücke sticht besonders heraus: „I left my heart in San Francisco”. Das Liebeslied an die Stadt an der amerikanischen Westküste wird auch als sein Signature-Song bezeichnet und verhalf ihm zu internationalem Durchbruch. Er gewann mit dem Hit zwei Grammys und schaffte sich ein Denkmal. Mittlerweile ist er leider an Alzheimer erkrankt.

Ihr möchtet noch weiter in die Welt des Jazz eintauchen? Mehr Hits unserer ausgewählten Künstler könnt ihr euch in unseren unten verlinkten Konzerten anschauen.