Justus Frantz – 5 Fakten über den Chefdirigenten

Schon die Jobbezeichnung macht klar: Als Chefdirigent muss man Bossmoves draufhaben. Wir haben fünf beeindruckende Fakten über den Dirigenten Justus Frantz zusammengetragen. Spoiler: Diverse Klassik-Lichtgestalten hinterlassen Spuren in seinem Leben.

Justus Frantz ist Pianist, Dirigent und Moderator. Vom Fachpublikum bejubelt, will er mit neuen Ansätzen und Konzepten Klassik für jeden zugänglich machen. Der 75-Jährige arbeitet regelmäßig mit namhaften Orchestern und Opernhäusern in der ganzen Welt zusammen, etwa dem Orchester des Mariinski Theaters St. Petersburg oder dem China Philharmonic Orchestra. Diese fünf Bossmoves haben ihm den Weg dahin geebnet.

1. Casting-Star

Nach seinem Klavier- und Dirigierstudium gewann Justus Frantz 1967 den Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München – sozusagen das Classic-DSDS der 1960er Jahre. Als Pianist bekam er so erstmals die Aufmerksamkeit eines größeren Publikums.

2. Mega Mentor

Wenn da mal nicht die Sektkorken geknallt haben: 1970 wurde der damals 26-Jährige Pianist Frantz von Herbert von Karajan – DEM Dirigenten – engagiert. Es folgten Tourneen mit den Berliner Philharmonikern, den Wiener Philharmonikern, dem Orchestre de Paris und der Tschechischen Philharmonie durch Frankreich, Deutschland und Österreich sowie Auftritte bei den Salzburger Festspielen. Das war der internationale Durchbruch.

3. Gründer-Spirit

1986 hat Frantz, mittlerweile auch Dirigent, das Schleswig-Holstein Musik Festival ins Leben gerufen – und es bis 1994 als Intendant geleitet. Er machte es zu einem der bedeutendsten Festivals in Europa und schuf dabei ein Format, das zum Vorbild für zahlreiche weitere Festivalgründungen geworden ist. Wenn das mal nicht Start-up-Spirit vom Feinsten ist.

4. Berühmter Buddy

Apropos Gründen: Justus Frantz ist auch der künstlerische Leiter der 1995 von ihm ins Leben gerufenen Philharmonie der Nationen. Sie gilt als musikalisches Lebenswerk des Dirigenten und steht unter dem Motto „Frieden und Völkerverständigung“. Zur Gründung inspiriert wurde er unter anderem von Leonard Bernstein – DEM Komponisten des 20. Jahrhunderts. Wo sich zwei so kreative Köpfe kennenlernten? Natürlich in New York: Konzerte mit den New Yorker Philharmonikern waren 1975 der Startschuss der kreativen Freundschaft.

5. Coole Konzepte:

„Achtung! Klassik“ – Das ist keine Warnung, sondern der Titel der TV-Sendung, die Justus Frantz zehn Jahre lang moderierte und mit der er 1993 die Goldene Kamera gewann. Das Konzept: Klassische Musik populär präsentieren, um viele Zuschauer anzusprechen und sie möglichst jedem zugänglich zu machen. Immer wieder arbeitete der Musikmacher an neuartigen Konzepten und Ideen, um seine Leidenschaft in die Welt zu tragen.

Wir sind der Meinung: Da ist er bei MagentaMusik genau richtig. Gemeinsam mit der Philharmonie der Nationen und dem Tschechischen Philharmonischen Chor Brno (u. a.) gibt er während des Rheingau Festivals Carl Orffs „Carmina Burana“ zum Besten, eines der berühmtesten Chorwerke in der Musikgeschichte.