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Taylor Swift – Abschied und Neuanfang

Obwohl ihre Karriere vor rund elf Jahren im Country begann, verschrieb Taylor Swift sich über die Jahre immer dem Pop. Das 2014 erschienene „1989“ war der endgültige Umbruch weg von ihren musikalischen Wurzeln. Das neue Album „Reputation“ setzt jetzt sogar noch einen drauf. 

Das Leben in der Öffentlichkeit ist kein Zuckerschlecken, wie sich immer wieder beobachten lässt. Manche erleiden ebenso öffentliche Zusammenbrüche, andere ziehen sich zurück oder geben sich Rauschmitteln hin. Auch Taylor Swift und ihr Privatleben stehen unter medialer Beobachtung und besonderem Interesse. In den letzten Jahren vergingen nur wenige Tage ohne eine Schlagzeile über den Popstar, darunter nicht immer nur positive.

In den vergangenen Monaten zog Taylor Swift sich immer mehr zurück, leerte im August dieses Jahres sogar ihre Social-Media-Profile. Deutlicher kann ein Neuanfang wohl nicht symbolisiert werden. Auch ihr langerwartetes, sechstes Album symbolisiert den frischen Start: Im selbstironisch-überzogenen Musikvideo zur Single „Look What You Made Me Do“ zeigt Swift neue Seiten und knackte den Rekord des meistgeklickten Videos binnen 24 Stunden. Der Clip ist ihr erster mit einer aufwendigen Tanzchoreographie und versinnbildlicht verbreitete Anschuldigungen, Gerüchte und Wahrnehmungen über die Sängerin. „Wenn alles, was man über mich schreibt, wahr wäre, würde es nun mal so absurd aussehen“, erklärte sie im Making-Of-Material. Der Sound gestaltet sich passend zum Inhalt zunächst beklemmend: konsequente Poprhythmen, tiefe Bässe und hektische Klaviertöne.

Konsequenz bildet ohnehin den Leitfaden von Swifts neuem Album „Reputation“. Die Songs beschäftigen sich weitestgehend mit der öffentlichen Wahrnehmung ihrer Person. Die Sängerin rechnet mit vermeintlichen Neidern ab – ohne gehässig oder gar beleidigend auszuschweifen. Stattdessen gibt sie Gerüchten keine Chance, noch ernst genommen zu werden und kündigt das Album auf Social-Media-Kanälen selbstsicher an: „Lasst die Spiele beginnen.“

Musikalisch setzt die einflussreiche Persönlichkeit da an, wo andere bereits an Grenzen gestoßen sind. Während viele langjährig aktive Künstler modernen Pop und seine elektronischen Spielereien und Möglichkeiten gerade erst entdecken, versetzt Swift ihn auf eine Metaebene, spielt selber gekonnten Sprechgesang ein und lässt sich auch von Trapsounds und Autotune inspirieren, ohne ihren Charme zu verlieren. Dass Swift auch eine begabte Songwriterin ist, ist schon seit ihrem Karrierebeginn bekannt. Sie schreibt ihre Songs selbst, selten sind Co-Autoren beteiligt, für einen Star ihrer Liga durchaus kein selbstverständliches Phänomen. Der Erfolg gibt ihrem Talent recht und auch „Reputation“ dürfte seinen Vorgängern da in Nichts nachstehen: „1989“ besetzte Platz 1 der iTunes-Charts in über 96 Ländern.

Ihren Sound entwickelt sie stets weiter, Traditionen haben bei Swift aber genauso Platz. So symbolisiert der Ausklang ihrer Alben auch immer einen baldigen Neuanfang. Diesmal besingt sie sanft den „New Year’s Eve“ und erinnert mit gezupften Saiten und unaufdringlichen Harmonien an ihre Country-Vergangenheit. Wie ihr nächster musikalischer Schritt klingt, dürfte also spannend bleiben.

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