29.06.2021

Vom American Idol zur Grammy-Gewinnerin

Eine Karriere, wie sie im Casting-Show-Drehbuch steht: 2005 gewinnt die Amerikanerin Carrie Underwood die vierte Staffel American Idol, 2007 erhält sie zwei Grammys – als erste American-Idol-Gewinnerin. Fünf weitere folgen für ihre Country-Musik. Sie zählt mit 70 Millionen verkauften Platten zu den weltweit größten Country-Künstlern. Wir schauen uns diese grandiose Karriere genauer an.

Ein perfektes All-American Girl

Eine kleine Farm in Muslogee, Oklahoma (USA) – wo, wenn nicht hier sollte die Geschichte eines Country-Stars beginnen. Als jüngste von drei Schwestern wächst Carrie Underwood auf, wie wir es aus den typischen Highschool-Filmen kennen: Sie ist Cheerleaderin, spielt Basketball und Softball, schließt die Highschool als „salutatorian“ ab und entscheidet sich für ein Studium an der nächstgelegenen Universität, der Northeastern State University in Tahlequah. Nebenbei kellnert sie in einer Pizzeria, arbeitet im Zoo und in einer Tierklinik. Ihre Bühnenauftritte beschränken sich zu dieser Zeit noch auf kleinere Einlagen bei der Downtown Country Show ihrer Universität.

Vom Country-Sternchen zum Weltstar

Mit 21 Jahren - und einem ausgezeichneten Uni-Abschluss in der Tasche - nimmt Carrie Underwood ihre Karriere als Sängerin schließlich selbst in die Hand: Nachdem einige Jahre zuvor ein bereits geplanter Plattenvertrag mit Capitol Records kurzfristig gecancelt wurde, singt sie im Jahr 2004 bei den Auditions für American Idol vor. Show für Show singt sie sich in die Herzen von Jury, Moderatoren und Fans sowie aller US-Amerikaner und gewinnt im Mai 2005 nicht nur den Titel „American Idol“, sondern einen millionenschweren Plattenvertrag dazu.

Drei Wochen nach ihrem Sieg in der Castingshow erscheint die erste Single. „Inside Your Heaven“, schießt auf Platz Eins der US-Charts und erreicht auf Anhieb Platinstatus. Von nun an ist Carrie Underwood nicht mehr aufzuhalten: Ihre Alben erreichen Platin und Doppelplatin. Sie wird 14 Mal für die Grammys nominiert, räumt insgesamt sieben Trophäen ab - unter anderem den Grammy als Best New Artist - und singt 2010 die Nationalhymne zur Eröffnung des Super Bowl. Das „Time“-Magazin nimmt sie sogar 2014 in die Liste der 100 einflussreichsten Personen der Welt auf – das nennen wir mal einen raketenhaften Aufstieg!

„Country Music’s reigning Queen“

Mit ihren einzigartigen Country-Pop-Songs erobert Carrie Underwood nicht nur die Herzen ihrer Fans. Auch erfahrene Musikkritiker loben sie in den höchsten Tönen. Dabei werden vor allem ihre stimmlichen Fähigkeiten herausgehoben. Dort heißt es, Carries Sopranstimme habe eine enorme Bandbreite und sie könne insbesondere hohe Töne außergewöhnlich lange halten. Das Rolling Stone Magazin beschreibt sie als DIE weibliche Sängerin ihrer Generation, als Country Music’s reigning Queen.

Fragt man die Carrie Underwood nach ihren musikalischen Vorbildern, nennt sie „music as a whole“, also die Musik im Ganzen, als ihre Einflüsse. Dazu zählen vor allem Country-Legenden wie George Strait, Dolly Parton und Randy Travis, aber auch Rock-Acts wie Queen, die Rolling Stones und My Chemical Romance.

Am besten, ihr macht euch gleich selbst ein Bild von von der Country-Queen. Ihr Konzert im Roundhouse London gibt’s auf MagentaMusik 360 im kostenlosen Stream. Und für alle anderen Greenhorns und Revolverhelden, die jetzt in Stimmung für amerikanische Folkmusik sind, haben wir eine Liste mit weiteren tollen Künstlern zusammengestellt. Yee-haw!!!